Aktuelle Ausstellungen

Joan Miró und Hidden

(na, fritze?) lakritze

Das Universum Dieter Roth in der Sammlung Würth

ab 17. Juli 2020

Genialer Dilettant, Universalkünstler, Allesnichtkönner – beinahe so vielfältig wie sein Schaffen sind die Beschreibungen des Künstlers Dieter Roth (Hannover 1930 – Basel 1998). Er ist bekannt für künstlerische Arbeiten, die alle Grenzen überschreiten und die Betrachtenden überrascht, bisweilen rätselnd, oft amüsiert zurücklässt. Seine Werke aus verschimmelter Schokolade, geformtem Hasenmist und vergammeltem Käse sind legendär.

Roth sieht die Schönheit des Schimmels, die Ästhetik des Verfalls und bezieht sie aktiv in seine Kunstproduktion ein. Vergänglichkeit, Zufall und das Prozesshafte sind bestimmende Elemente seines Schaffens.

Dieter Roths künstlerische Ursprünge liegen jedoch in der Druckgrafik, der sich die Ausstellung besonders widmet. Als gelernter Werbetechniker war er ebenso mit den ästhetischen wie den technischen Grundlagen dieses Mediums vertraut und reizte dies bis zum Äussersten aus. Wie wenige andere hat Dieter Roth ein Gesamtkunstwerk geschaffen, das kaum in Genres einzuordnen ist. Er war einer derjenigen Künstler, die die Entgrenzung der Künste ab den 1960er-Jahren konsequent gelebt und damit unser heutiges Verständnis von zeitgenössischer Kunst überhaupt geformt haben. Roths grenzüberschreitende Werke überraschen und faszinieren bis heute die Betrachterinnen und Betrachter.

Die Ausstellung bietet schlaglichtartige Einblicke in die wichtigsten Schaffensjahre von Dieter Roth mit vorwiegend Werken von Mitte der 1960er-Jahre bis zur Mitte der 1970er-Jahre.

Joan Miró – Alles ist Poesie.

Sammlung Würth

Neu bis 28. Juni 2020

Die Ausstellung „Joan Miró – Alles ist Poesie. Sammlung Würth“ zeigt vornehmlich Grafiken aus dem Spätwerk des weltbekannten katalanischen Künstlers.

In der seit rund fünf Jahrzehnten zusammengetragenen Sammlung Würth gehören die Werke Mirós von Anbeginn zu den prägenden Positionen. Die monografische Schau im Forum Würth Arlesheim bietet nun die Gelegenheit sich in einem intimeren Ausstellungsrahmen tiefer gehend mit dieser prominenten Sammlungsposition auseinanderzusetzen. Die Arbeiten des Spaniers - von Drucken und Zeichnungen, über mehrteilige Buchillustrationen bis hin zur Skulptur - veranschaulichen die künstlerische und technische Vielfalt des Künstlers, der sich selbst als „peintre-poète“ (Maler-Dichter) verstand.

Joan Miró (1893-1983) zählt neben seinen Zeitgenossen Pablo Picasso, Max Ernst, Salvador Dalí und André Masson zu den bekannten Vertretern des Surrealismus. Wie seine Weggefährten entwickelte auch er eine eigene unverwechselbare Bildsprache. Seine von Abstraktion bestimmte Ästhetik ist geprägt von zeichenhaften Formen und klaren Farben und besitzt in ihrer charakteristischen und ureigenen Bildsprache einen hohen Wiedererkennungswert. Die spontan und improvisiert wirkenden, zuweilen kindlich verspielten Motive basieren jedoch auf kalkulierter Vorarbeit und verbergen mitunter ihren ernsten Subtext in der von Faschismus und Gewalt geprägten Zeit des spanischen Bürgerkrieges.

Die Arbeiten Joan Mirós liefern in dieser Zusammenstellung Einblicke in das Leben und Werk des Künstlers und verweisen auf vielgestaltige Einflüsse: das intellektuelle Paris, Theater und Poesie prägten das künstlerische Werk ebenso wie Intuition und die natürlichen Formen der spanischen Landschaft.