Kein Messer aber genauso scharf!

Japansäge Symbolbild

Alles was Sie über Japansägen wissen müssen

Worin unterscheidet sich eine Japansäge von einer herkömmlichen Säge?

 

Eine Japansäge ist eine Handsäge und das japanische Gegenstück zu der in Europa verbreiteten Feinsäge oder dem Fuchsschwanz. Im Gegensatz zu europäischen Sägen funktioniert die Japansäge ausschliesslich auf Zug. Deren Sägezähne zeigen nach vorne – nicht nach hinten. Der Kraftaufwand bei der Rückwärtsbewegung (also durch Heranziehen) fällt daher geringer aus als bei einer herkömmlichen Säge, die durch Wegstossen vom Körper bewegt wird.

Die auf Druck arbeitenden Sägen brauchen ein relativ breites und starres Sägeblatt, während Japansägen mit einem dünneren Sägeblatt auskommen, da sie sich durch die Zugbewegung nicht so schnell krümmen. Auch die Schnittfugen sind entsprechend feiner und glatter. Jede Holzart lässt sich damit mühelos bearbeiten. Aufgrund dieser Eigenschaften wird die Japansäge auch in Europa immer beliebter.

Verzahnungsarten

Dreiecksverzahnung

Dreiecksverzahnung

Es handelt sich dabei um leicht verschränkte Zähne, die an Dreiecke erinnern. Für Schnitte längs zur Faser. Die Zahnteilung variiert über die Länge, um den Anschnitt zu erleichtern. Dadurch erreicht man eine hervorragende Schnittqualität.

 

Trapezverzahnung

Trapezverzahnung

Diese Verzahnung verfügt über eine wechselseitigen Anschliff und wird daher bevorzugt für Schnitte quer zur Faser verwendet. Die drei Schneidfasern trennen die Holzfasern wie ein Rasiermesser und hinterlassen eine glatte Oberfläche.

 

Universalverzahnung

Universalverzahnung 

Die Universalverzahnung ist eine Mischform der bereits genannten Zahntypen und eignet sich für Schnitte quer, längs und diagonal zur Faser.

 

Welche Sägetypen gibt es?

Ryoba

Ryoba

 

ist eine beidseitig verzahnte Säge und eignet sich daher gut als Universalsäge. Sie ist vielseitig einsetzbar weil das Sägeblatt auf der einen Seite über eine Trapezverzahnung und auf der anderen Seite eine Dreiecksverzahnung verfügt. Quer- und Schrägschnitte können daher ohne Auswechseln des Werkzeugs vorgenommen werden. Das Fehlen des Rückens ermöglicht ausserdem eine hohe Eindringtiefe.

 

Kataba

Kataba

 

ist eine einseitig verzahnte Säge die ebenfalls ohne Rücken auskommt. Sie eignet sich ebenfalls für Quer- und Schrägschnitte und wird für große und tiefe Schnitte verwendet.

 

Douzuki

Douzuki (od. Dozuki)

 

Ist eine einseitig verzahnte Rückensäge und ähnelt der Katabasäge, hat jedoch ein noch schmäleres Sägeblatt, weswegen sie nicht ohne eine Rückenverstärkung auskommt. Das dünne und scharfe Blatt ermöglicht besonders feine Schnitte.

 

Tipps und Tricks

Der Umgang mit einer Japansäge erfordert etwas mehr Vorsicht, denn ihre scharfen Zähne können schneller zu Verletzungen führen. Wir empfehlen daher Handschuhe und Schutzbrillen zu tragen.

Eine Japansäge hält eine halbe Ewigkeit, wenn man sie richtig benutzt und richtig pflegt. Beim Sägen unbedingt darauf achten, dass keine Nägel oder Schrauben im Werkstück stecken. Um das Risiko von Flugrost zu minimieren empfiehlt es sich die Säge an einem sauberen Ort aufzubewahren, z.B. in einer Werkzeugtasche, einem Werkzeugkoffer oder einer Werkzeugkiste und/oder das Sägeblatt einölen.